Neustadt/Weinstraße, 18.05.2014, von S.Silbernagel

Langzeitausbildung 2014

Nach langen Jahren ohne Langzeitausbildung führte der Ortsverband Landau vom 16.05. bis zum 18.05.2014 wieder eine drei Tage dauernde Ausbildung mit möglichst realistischen Bedingungen.

Übungsannahme für das Wochenende war ein Erdbeben der Stärke 7,2 im Raum Neustadt an der Weinstraße. Bereits kurz nach dem Treffen am Freitagmittag erhielten die Helfer des THW Landau ihren ersten Einsatzauftrag: Das fast vollständige Verlegen des Ortsverbands auf das (Übungs-)Gelände in Lachen-Speyerdorf. Zwölf Fahrzeuge, jedes mit entsprechendem Anhänger, machten sich mit 65 Landauer THW-Helfern auf den Weg. Natürlich nicht über die Autobahn, sondern querfeldein über sämtliche Landstraßen und mit vielen Umwegen. Die Kraftfahrer und besonders der Verbandsführer bekamen so gleich ihre erste Ausbildungseinheit.
Nach der Ankunft galt es für die Helfer der Fachgruppe LogV eine Verpflegungsstelle zu errichten. Die Fachgruppe FK begann direkt nach der Einweisung ihre mobile Führungsstelle in Betrieb zu nehmen und die Helfer des Technischen Zuges errichteten die Zelte inklusive Infrastruktur für die gesamte Mannschaft. Anschließend gab es für alle eine Einweisung in die Lage und die Anordnung einer Ruhezeit, da der Einsatzbeginn vorerst nicht abzusehen war. Während sich die Landauer Helfer auf ihre Feldbetten legten, wurden die Kameraden aus dem OV Sankt Wendel aktiv: Sie hatten dankenswerterweise die Regieleitung der Übung übernommen und versteckten bis spät in die Nacht Übungspuppen auf dem weit verstreuten Gelände. Ihre Aufgabe war es, den Landauer Helfern am kommenden Tag mit ihren Einspielungen und Anweisungen den ganzen Tag lang Arbeit zu machen.
Kurz nach 05:00 Uhr war die Nachtruhe dann auch vorbei. Alle Einheiten sollten Einsatzbereitschaft herstellen und die zugewiesenen Einsatzgebiete anfahren. Damit begann für alle Helfer ein intensiver, aber auch anstrengender Übungstag. Aufgescheut durch immer neue Aufträge und Lageänderungen mussten die Helfer des Technischen Zuges Vermisste suchen und retten, Gebäudeteile sichern und Umweltgefahren abwenden. Neben schwerem Atemschutz, Aufbrechhammer, Stützbock und unzähligen weiteren Geräten kam dabei auch zum ersten Mal das neue Kernbohrgerät in Verbindung mit der Searchcam in den Einsatz. Die Helfer der Fachgruppe FK hatten mehrere Einheiten im kompletten Schadensgebiet Neustadt zu führen, während die FGr. LogV deren Verpflegung übernahm. Bis spät in den Abend wurde fleißig gearbeitet. In der anschließenden Nachbesprechung gaben die Übungsbeobachter dann ein deutliches Feedback: Abgesehen von einigen Fehlern, die in den kommenden Ausbildungsdiensten beseitigt werden sollen, war die Leistung aller Helfer einwandfrei. Und Spaß gemacht hatte es auch noch. Der kam auch beim anschließenden gemütlichen Grillen am Samstagabend nicht zu kurz. Der Sonntag wurde dann zum Abbau genutzt und endete mit dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft in der Unterkunft in Landau.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei den Kameraden aus Sankt Wendel bedanken, die trotz eines kräftezehrenden Einsatzes in der Nacht auf Freitag nach Neustadt gekommen sind und uns diese Übung erst ermöglicht haben. Und natürlich bedanken wir uns bei unseren eigenen Helfern, die durch ihre teils monatelange Vorbereitung allen ein äußerst lehrreiches Wochenende beschert haben.


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