Germersheim, 05.09.2014, von F. Feierabend

Projekt Tunesien AA 03/04

Im Rahmen eines Projekts des Auswärtigen Amtes bilden Helfer des THW aktuell in Germersheim 23 Ausbilder des tunesischen Katastrophenschutzes aus, die in ihrer Heimat ein ehrenamtliches System analog dem deutschen THW aufbauen sollen.

Seit mehr als zwei Jahren läuft mittlerweile das Projekt zum Aufbau ehrenamtlicher Strukturen im tunesischen Katastrophenschutz. Es ist Bestandteil der Transformationspartnerschaft zwischen Tunesien und der deutschen Bundesregierung und soll die Demokratisierung des Landes fördern. Durch intensiven fachlichen und persönlichen Austausch unterstützen die THW-Kräfte im Rahmen des Projektes den tunesischen Bevölkerungsschutz. Nach zwei bereits in den vergangenen Jahren durchgeführten Projektphasen findet aktuell gleichzeitig die dritte und vierte Phase beim THW-Ortsverband Germersheim statt. Insgesamt 23 hauptamtliche Einsatzkräfte der ONPC (Office nationale de la protection civile) werden während der Ausbildung unter dem Stichwort „Train the trainers“ darin geschult, zukünftig in den beiden tunesischen Gouvernoraten Tozeur und Gafsa ehrenamtliche Helfer für ihre Aufgaben im Katastrophenschutz auszubilden. Neben der Ausbildung des Personals unterstützt die Bundesrepublik die neuen ehrenamtlichen Standorte aber auch mit entsprechender Ausstattung und Fahrzeugen, die sich aktuell auf dem Weg nach Tunesien befinden. Ende Oktober und Anfang November sollen dann die ersten Ausbildungseinheiten für die neuen ehrenamtlichen Helfer in Tunesien stattfinden, die wiederum von THW-Kräften vor Ort begleitet werden.

 

Auch der Landauer THW-Helfer Florian Feierabend war vergangene Woche mit vor Ort um seine Germersheimer Kollegen zu unterstützen. Aufgrund der hauptsächlich aus Arabisch und Französisch bestehenden Sprachkenntnisse der tunesischen Gäste wurden französischsprechende Helfer aus dem ganzen Bundesgebiet gesucht, die ihr Wissen während den Ausbildungen auch entsprechend vermitteln können.  

In kleine Gruppen aufgeteilt, wird den Tunesiern in einem 14tägigen Schnelldurchlauf alles Wissenswerte gezeigt, was sie zukünftig die ehrenamtlichen Katastrophenschützer in Tunesien lehren sollen: Von Metall- und Gesteinsbearbeitung über Stromversorgung bis zum Transport Verletzter und dem Hochwasserschutz.  Auch in Tunesien spielen die in Deutschland bekannten Gefahrensituationen eine große Rolle, daher überschneiden sich viele der Themen zwischen den Organisationen. Trotz der Sprachbarriere läuft die Ausbildung flüssig und alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand, so dass auch die THW-Helfer durchaus von den tunesischen Einsatzkräften lernen können. Gefestigt wird die internationale Zusammenarbeit während der gemeinsamen Ausflüge an den Wochenenden nach Speyer oder auf den Trifels, bei denen sich die tunesischen Helfer ein Bild von Deutschland und der Pfalz machen können.


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